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Lungenkarzinom (NSCLC)

2 min

Weltweit stellt das Lungenkarzinom mit etwa 1,76 Millionen Todesfällen pro Jahr die Krebserkrankung mit der höchsten Mortalität dar.  In Deutschland ist das Lungenkarzinom die mit Abstand häufigste Krebstodesursache bei Männern (24 %) und die zweithäufigste (16 %) bei Frauen.

Bis zu 85 % der Lungenkarzinome gehören der histologischen Subgruppe der nicht-kleinzelligen Lungenkarzinome an (non-small cell lung cancer, NSCLC) – in Abgrenzung zur Gruppe der kleinzelligen Lungenkarzinome (small cell lung cancer, SCLC). Für die Therapie ist ferner die Unterscheidung zwischen plattenepithelialen (squamösen) und nicht-plattenepithelialen NSCLC wichtig. Zu letzteren zählen Adenokarzinome und großzellige Karzinome der Lunge.

Epidemiologie des Lungenkarzinoms

  • In Deutschland erkranken jährlich ca. 57.000 Menschen an einem Lungenkarzinom, überwiegend Männer
  • Während die Erkrankungsraten bei Frauen seit Ende der 1990er-Jahre kontinuierlich ansteigen, sinken die Erkrankungsraten bei Männern
  • In den USA hat das Lungenkarzinom bei Frauen das Mammakarzinom als führende krebsbedingte Todesursache abgelöst, in Deutschland steht es bei Frauen nach Brustkrebs an zweiter, bei Männern an erster Stelle

Ätiologie des Lungenkarzinoms

Die häufigste Ursache für die Entstehung eines Lungenkarzinoms ist aktives Rauchen: Bis zu 90 % der Männer und mindestens 60 % der Frauen mit einem diagnostizierten Lungenkarzinom haben aktiv geraucht. Dabei korreliert das Erkrankungsrisiko mit der Anzahl der im Laufe des Lebens gerauchten Zigaretten. Die zunehmende Inzidenz bei Frauen geht mit einem zunehmend höheren Anteil an Frauen einher, die rauchen. Auch bei Passivrauchen ist das Lungenkrebsrisiko erhöht.

Weitere Risikofaktoren für ein Lungenkarzinom sind u. a. die Exposition gegenüber Radon oder Asbest, Luftverschmutzung oder eine genetische Prädisposition. Berufsbedingte Noxen wurden beim Lungenkarzinom ebenfalls erkannt, sodass sich neben der Raucheranamnese auch eine umfassende Arbeitsanamnese empfiehlt.

Symptome und Diagnose  

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