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Lungenkarzinom (NSCLC)

Weltweit stellt das Lungenkarzinom mit etwa 1,76 Millionen Todesfällen pro Jahr die Krebserkrankung mit der höchsten Mortalität dar.World health organization (WHO). Cancer. Fact sheet. September 2018. https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/cancer; abgerufen am 25.11.2019.  In Deutschland ist das Lungenkarzinom die mit Abstand häufigste Krebstodesursache bei Männern (24 %) und die zweithäufigste (16 %) bei Frauen.Robert Koch-Institut und die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. Krebs in Deutschland für 2015/2016. Berlin, 2019.

Bis zu 85 % der Lungenkarzinome gehören der histologischen Subgruppe der nicht-kleinzelligen Lungenkarzinome an (non-small cell lung cancer, NSCLC)Molina JR, Yang P, Cassivi SD, Schild SE, Adjei AA. Non-small cell lung cancer: epidemiology, risk factors, treatment, and survivorship. Mayo Clin Proc 2008; 83: 584-594. – in Abgrenzung zur Gruppe der kleinzelligen Lungenkarzinome (small cell lung cancer, SCLC). Für die Therapie ist ferner die Unterscheidung zwischen plattenepithelialen (squamösen) und nicht-plattenepithelialen NSCLC wichtig. Zu letzteren zählen Adenokarzinome und großzellige Karzinome der Lunge. American Cancer Society. What is lung cancer? https://www.cancer.org/content/cancer/en/cancer/lung-cancer/about/what-is.html; abgerufen am 25.11.2019. Herold G. Innere Medizin. Köln: Gerd Herold, 2020.

Epidemiologie des Lungenkarzinoms

  • In Deutschland erkranken jährlich ca. 57.000 Menschen an einem Lungenkarzinom, überwiegend MännerRobert Koch-Institut und die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. Krebs in Deutschland für 2015/2016. Berlin, 2019.
  • Während die Erkrankungsraten bei Frauen seit Ende der 1990er-Jahre kontinuierlich ansteigen, sinken die Erkrankungsraten bei MännernRobert Koch-Institut und die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. Krebs in Deutschland für 2015/2016. Berlin, 2019.
  • In den USA hat das Lungenkarzinom bei Frauen das Mammakarzinom als führende krebsbedingte Todesursache abgelöst,Siegel RL, Miller KD, Jemal A. Cancer statistics, 2019. CA Cancer J Clin 2019; 69: 7-34. in Deutschland steht es bei Frauen nach Brustkrebs an zweiter, bei Männern an erster StelleRobert Koch-Institut und die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. Krebs in Deutschland für 2015/2016. Berlin, 2019.

Ätiologie des Lungenkarzinoms

Die häufigste Ursache für die Entstehung eines Lungenkarzinoms ist aktives Rauchen: Bis zu 90 % der Männer und mindestens 60 % der Frauen mit einem diagnostizierten Lungenkarzinom haben aktiv geraucht.Robert Koch-Institut und die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. Krebs in Deutschland für 2015/2016. Berlin, 2019. Dabei korreliert das Erkrankungsrisiko mit der Anzahl der im Laufe des Lebens gerauchten Zigaretten.Possinger K, Eucker J, Regierer AC. Facharztwissen Hämatologie Onkologie. München: Urban & Fischer in Elsevier, 2017. Die zunehmende Inzidenz bei Frauen geht mit einem zunehmend höheren Anteil an Frauen einher, die rauchen.Robert Koch-Institut und die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. Krebs in Deutschland für 2015/2016. Berlin, 2019. Auch bei Passivrauchen ist das Lungenkrebsrisiko erhöht.

Weitere Risikofaktoren für ein Lungenkarzinom sind u. a. die Exposition gegenüber Radon oder Asbest, Luftverschmutzung oder eine genetische Prädisposition. Berufsbedingte Noxen wurden beim Lungenkarzinom ebenfalls erkannt, sodass sich neben der Raucheranamnese auch eine umfassende Arbeitsanamnese empfiehlt.Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. (DGHO), Onkopedia. Lungenkarzinom, nicht-kleinzellig (NSCLC), Stand Oktober 2019. https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/lungenkarzinom-nicht-kleinzellig-nsclc/@@guideline/html/index.html; abgerufen am 25.11.2019.

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